Genug ist genug! - Genug ist genug!

Navigieren Sie zu bezahlbare Wohnungen

Navigation

|

Genug ist genug!

Wöchentlich enthüllen die Medien neue Skandale über Leerkündigungen von Wohnliegenschaften. Friedliche Mieter*innen in Altbauten werden auf die Strasse geworfen. Sie sollen einer vollständigen Sanierung weichen. Doch in Wirklichkeit ist das nur ein Vorwand. Er soll verschleiern, dass es den Investor*innen um die Erhöhung der Rendite geht.

Sind die alten Mieter*innen einmal draussen, versuchen sie, die renovierten Wohnungen so teuer wie möglich weiter zu vermieten. Dabei werden Marktpreise verlangt. Und das sind deutlich höhere Mieten als jene, die durch die Renovation gerechtfertigt wären. Solche Spekulationen treten sogar dann auf, wenn der Vermieter*innen für Teile der Sanierung Subventionen der öffentlichen Hand erhalten hat. Das ist dann gleich ein doppelter Skandal.

Niemand soll uns einreden, dass es nicht auch anders gehe. In Genf legt ein Gesetz fest, dass die Mieter*innen während einer Sanierung normalerweise im Haus bleiben müssen. Wie andernorts auch führen die Investoren Sanie­rungen durch, um die Energieeffizienz der Gebäude zu verbessern. Was in Genf möglich ist, muss es auch in der ganzen Schweiz sein. Denken wir daran: Der Rausschmiss von Mieter*innen ist stets wirtschaftlich motiviert und keineswegs von der Sache her geboten. Eine solche Missachtung der Würde der Mieter*innen ist inakzeptabel. Der MV Basel hat kürzlich entschieden, dem Beispiel Genfs zu folgen und eine Volksinitiative zu starten, um dieses barbarische Vorgehen von Investoren zu stoppen. Unsere Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» zielt in dieselbe Richtung. Sie verlangt vom Bund dafür zu sorgen, dass Gebäudesanierungsprogramme nicht zum Verlust von günstigen Wohnungen führen. Ein Grund mehr, dass wir uns voll für unsere Initiative und für einen Sieg an der Urne einsetzen. Auch in den Kantonen ohne Wohnungsnot, denn Leer­kündigungen gibt es überall.

Carlo Sommaruga, Präsident MV Schweiz, aus: Mieten + Wohnen, Juli 2019 Nr. 3

Weitere Artikel

|

Die Mieten sind zu hoch – trotz leeren Wohnungen

line

Der Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz hält fest, dass die Mieten in der Schweiz nicht sinken, obwohl es leerstehende Wohnungen gibt. In neun der zwölf grössten Städte ist die Leerwohnungsziffer zudem weiterhin tief und liegt unter 1.5%.

|

Verteidigen wir das Grundrecht auf Wohnen!

line

In den letzten 15 Jahren ist es zu tektonischen Verschiebungen auf dem Schweizer Wohnungsmarkt gekommen. Der Boom in den Zentren hat die Marktmieten um 20 bis 30 Prozent in die Höhe schnellen lassen. Zuerst waren die Städte betroffen. Der Druck hat sich inzwischen weit in die Agglomerationen hineingefressen.

|

Abstimmung am 9. Februar 2020: Jetzt gemeinsam für mehr bezahlbare Wohnungen!

line

Am 9. Februar 2020 wird über die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» abgestimmt. Mehr als 100 Persönlichkeiten aus allen Landesregionen sprechen sich bereits heute unter www.bezahlbare-wohungen.ch für die Volksinitiative aus.

Werden Sie Teil der Kampagne!

Newsletter

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Spenden

Unterstützen Sie unsere Kampagne.

Testimonial

Laden Sie Ihr Statement für die Initiative hoch.